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Ratgeber

Ist das Sparbuch fürs Kind noch sinnvoll?

Von Mallik Godjé Issa · Lesezeit etwa 4 Minuten

Altes Sparbuch und ein keramisches Sparschwein neben einer jungen Topfpflanze auf einem Holztisch in warmer Küche
Kurz gesagt

Das Sparbuch fürs Kind ist sicher und vertraut, wächst über viele Jahre aber kaum mit. Für kurzfristig verfügbares Geld ist es in Ordnung; für langfristige Vorsorge lohnt es sich, auch andere Wege kennenzulernen.

Fast jeder kennt es: das erste eigene Sparbuch, oft ein Geschenk der Großeltern. Es fühlt sich sicher und vertraut an, und genau deshalb richten viele Eltern auch für ihr Kind eines ein. Eine gute Frage bleibt trotzdem: Ist das heute noch der richtige Ort für die Vorsorge?

Eins vorweg: Das Sparbuch ist nichts Schlechtes. Es ist einfach, sicher und das Geld ist im Zweifel schnell verfügbar. Für eine kleine Reserve, die griffbereit bleiben soll, kann es völlig in Ordnung sein.

Warum das Sparbuch so beliebt ist

Die Gründe sind nachvollziehbar. Man versteht es ohne Erklärung, böse Überraschungen gibt es keine. Und viele kennen es aus der eigenen Kindheit, das schafft Vertrauen. Diese Vertrautheit ist ein echter Wert und kein Grund, sich schlecht zu fühlen.

Was sich über viele Jahre verändert

Der Unterschied zeigt sich erst, wenn man weit nach vorn schaut. Vorsorge fürs Kind läuft oft über 15 oder 18 Jahre, und auf so langen Strecken spielt eine Sache eine Rolle, die im Alltag kaum auffällt: Preise steigen mit der Zeit. Geld, das selbst kaum mitwächst, kann über die Jahre an Kaufkraft verlieren. Was heute nach einem soliden Betrag aussieht, hat in 18 Jahren womöglich weniger Wert, als man denkt.

Die Frage ist nicht, ob das Sparbuch gut oder schlecht ist, sondern ob es zu dem passt, was du über 18 Jahre erreichen willst.

Selten der ganze Plan

Damit wird das Sparbuch nicht überflüssig, aber es ist über einen so langen Zeitraum selten die ganze Antwort. Für die kurzfristig griffbereite Reserve kann es bleiben. Für den langen Weg bis zur Volljährigkeit lohnt es sich zu prüfen, ob es einen Ort gibt, der besser zu deinem Ziel passt.

Was du jetzt tun kannst

Bitte nichts überstürzen. Es geht nicht darum, das Sparbuch deines Kindes von heute auf morgen aufzulösen, sondern erst einmal zu verstehen, welche Wege es überhaupt gibt. Welcher davon zu euch passt, hängt von deinem Ziel und deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Verschaff dir zuerst den Überblick, der Rest ergibt sich daraus. Einen unabhängigen Überblick dazu, wie man sinnvoll für Kinder spart, gibt auch die Verbraucherzentrale.

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Häufige Fragen

Ist ein Sparbuch fürs Kind noch sinnvoll?
Als sicherer, jederzeit verfügbarer Ort für kleinere Beträge kann es seinen Platz haben. Für einen Zeitraum von vielen Jahren lohnt sich aber die Frage, ob es allein der richtige Weg ist. Pauschal lässt sich das nicht beantworten, es hängt von Ziel und Zeithorizont ab.
Was ist der Nachteil über viele Jahre?
Über lange Zeiträume spielt die Kaufkraft eine Rolle: Wenn Preise steigen, kann Geld, das kaum mitwächst, real an Wert verlieren. Bei kurzen Zeiträumen fällt das kaum auf, über 18 Jahre dagegen schon.
Soll ich das Sparbuch meines Kindes auflösen?
Nichts überstürzen. Es geht nicht darum, das Sparbuch wegzuwerfen, sondern zu verstehen, welche Wege es gibt, und dann in Ruhe zu entscheiden, was zu eurer Situation passt.
Welcher Sparweg passt für 18 Jahre?
Das hängt von deinem Ziel, deinem Zeithorizont und deinem Sicherheitsbedürfnis ab. Eine pauschale Antwort gibt es nicht, deshalb schauen wir uns das gemeinsam und ohne Verkaufsdruck an.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Aufklärung. Er stellt keine individuelle Empfehlung dar, und es werden keine Aussagen über künftige Wertentwicklungen getroffen. Welcher Weg zu deiner Familie passt, klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch.

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