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Gibt es staatliche Förderung beim Sparen fürs Kind?

Von · Lesezeit etwa 5 Minuten

Kurz gesagt

Eine eigene staatliche Förderung fürs Kindersparen, in die du einfach einzahlst und Geld dazubekommst, gibt es nicht. Was es gibt, hängt an den Eltern (Riester, vermögenswirksame Leistungen) oder sind Steuervorteile des Kindes. Der größte Hebel bleibt der frühe, regelmäßige Start.

Viele Eltern fragen sich, ob der Staat beim Sparen fürs Kind etwas dazugibt, so wie bei der Riester-Rente oder den vermögenswirksamen Leistungen. Die kurze Antwort lautet: nicht direkt. Die lange Antwort lohnt sich, weil ein paar Förderungen das Thema am Rand berühren.

Eine eigene Förderung fürs Kindersparen gibt es nicht

Anders als bei der Altersvorsorge der Erwachsenen gibt es kein Produkt, in das du fürs Kind einzahlst und automatisch eine Zulage bekommst. Wer darauf wartet, verschiebt den Start oft unnötig. Dabei liegt der eigentliche Vorteil ganz woanders, nämlich in der Zeit, die für dein Kind arbeitet.

Die verlässlichste Förderung beim Sparen fürs Kind ist die Zeit, und die gibt es nur, wenn du früh anfängst.

Was es gibt, hängt an den Eltern

Zwei staatliche Förderungen betreffen Familien, fördern aber genau genommen die Eltern und nicht das Geld des Kindes:

Kindergeld ist keine Sparförderung, aber ein Hebel

Das Kindergeld ist eine allgemeine Familienleistung, kein Sparprodukt. Du kannst es aber bewusst einsetzen: Schon ein kleiner, fester Teil davon, jeden Monat zur Seite gelegt, wird über die Jahre zu einer spürbaren Grundlage. Das ist keine Förderung im engen Sinn, aber ein einfacher Weg, ohne zusätzliches Geld anzufangen.

Der eigentliche Vorteil: die Freibeträge des Kindes

Was viele mit Förderung verwechseln, sind die Steuervorteile. Dein Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr, dazu bei geringem Einkommen die Nichtveranlagungsbescheinigung. Die Erträge bleiben dadurch oft steuerfrei. Das ist keine Zulage, aber am Ende bares Geld. Wie das genau funktioniert, steht in Ist Sparen fürs Kind steuerlich absetzbar?

Und deine eigene Rente?

Eine Förderung, die viele übersehen, betrifft dich selbst: Für die Erziehung deines Kindes rechnet dir die Rentenversicherung Zeiten an, die deine spätere Rente erhöhen. Sie kommen aber nur auf Antrag ins Konto. Mehr dazu in Kindererziehungszeiten für die Rente: der V0800-Antrag.

Was das für dich heißt

Warte nicht auf eine Förderung, die es so nicht gibt. Der größte und sicherste Hebel ist der frühe Start mit einem Betrag, den du dauerhaft hältst. Wenn eine der genannten Förderungen zu deiner Lage passt, nehmen wir sie im Gespräch einfach mit.

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Häufige Fragen

Gibt es eine staatliche Förderung speziell fürs Sparen für Kinder?
Nein, eine eigene Zulage fürs Kindersparen gibt es nicht. Förderungen wie Riester oder vermögenswirksame Leistungen hängen an den Eltern beziehungsweise am Arbeitsverhältnis.
Bekomme ich für mein Kind eine Riester-Zulage?
Die Kinderzulage von 300 Euro im Jahr fließt in deinen eigenen Riester-Vertrag, nicht in ein Sparprodukt des Kindes. Es gibt sie für ab 2008 geborene Kinder, solange du Kindergeld bekommst.
Kann ich das Kindergeld zum Sparen nutzen?
Ja. Das Kindergeld ist zwar keine Sparförderung, aber du kannst einen festen Teil davon regelmäßig zurücklegen. Über viele Jahre wird daraus eine solide Grundlage.
Sind die Erträge meines Kindes steuerfrei?
Oft ja, im Rahmen der Freibeträge. Dein Kind hat einen eigenen Sparerpauschbetrag von 1.000 Euro im Jahr, bei geringem Einkommen kommt die Nichtveranlagungsbescheinigung dazu.

Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information und Aufklärung. Er ist keine Steuer- oder Rechtsberatung und keine individuelle Empfehlung. Welcher Weg zu deiner Familie passt, klären wir gemeinsam im persönlichen Gespräch, bei steuerlichen Fragen gemeinsam mit einem Steuerberater.

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